Gemeinsam ans Ziel

Verkehrsmittel Mitfahrgelegenheit

Mitfahrgelegenheiten sind private, nicht gewerbliche Fahrgemeinschaften und werden meist über das Internet organisiert. Planst du beispielsweise von Köln nach Berlin zu fahren, kannst du diese Fahrt auf einer der Plattformen für Mitfahrgelegenheiten eintragen. Auf diese Weise kannst du dir mit den Mitfahrern die Benzinkosten teilen und tust auch noch etwas für die Umwelt, da nur ein PKW fährt. Wichtig ist hierbei vor allem, dass die Kosten, die du von deinen Mitfahrern verlangst, den jeweiligen Preis für den verbrauchten Kraftstoff nicht übersteigen, da man ab diesem Zeitpunkt Profit macht. Auch darf die Anzahl der Sitzplätze im Wagen zehn nicht übersteigen, denn ab zehn Sitzplätzen handelt es sich nicht mehr um einen PKW und du brauchst einen Personenbeförderungsschein, damit gilt die Fahrt als gewerblich.

Willst du eine Strecke oder auch nur einen Teil davon bei jemand anderem mitfahren, kannst du bei den jeweiligen Anbietern nachsehen, ob die passende Fahrt angeboten wird. Da Zeit und Ort vom Fahrer vorgegeben werden, musst du vielleicht einen Teil der gewünschten Strecke mit einem anderen Verkehrsmittel zurücklegen. Verbindungen zwischen größeren Städten finden sich aber praktisch immer, wenn du zeitlich etwas flexibel bist. Hast du eine Fahrt gefunden, kontaktierst du den Fahrer, wobei die hinterlegten Kontaktdaten und Handynummern ausgetauscht werden. So kann man in Verbindung bleiben und ein reibungsloser Ablauf ist garantiert.

Vor Fahrtantritt solltet ihr den Start- und Zielpunkt genau bestimmen, sofern der Anbieter nicht festlegt, dass die Fahrt von Tür zu Tür geht. Im Vorfeld können außerdem Verhaltensregeln vereinbart werden, um die Fahrt für alle im Fahrzeug entspannt zu gestalten. Das betrifft vor allem Aspekte wie die Musik und das Rauchen. Versichert ist die Fahrt meist über die Kfz-Haftpflichtversicherung des Fahrers. Der Mitfahrer-Anteil an den Benzinkosten wird entweder zuvor online oder passend bei Fahrtantritt bezahlt.

Sicherheit für beide Seiten
Da die Plätze privat und in privaten PKW vergeben werden, stellt sich für viele die Sicherheitsfrage. Die Überlegung, ob entweder dem Fahrer oder dem Mitfahrer zu trauen ist, hat in einigen Ländern sogar dazu geführt, dass sich diese Art der Fortbewegung nicht durchgesetzt hat. Viele halten Mitfahrgelegenheiten für eine Art “per Anhalter fahren”. Mitfahrzentralen stellen aber sicher, dass sich die Fahrer sowie Mitfahrer ausweisen und relevante Informationen über sich bereitstellen und diese Informationen werden auch verifiziert. So kann man stets sicher sein, mit einer verlässlichen Person zu fahren. Außerdem können für jeden Fahrer Bewertungen abgegeben werden. Mitfahrer können Zuverlässigkeit, Fahrstil und weitere Aspekte bewerten und generelle Empfehlungen aussprechen.

Davon abgesehen kann man weitere Maßnahmen ergreifen, um bei Fahrtantritt ein besseres Gefühl zu haben. Beispielsweise kann man sich am Telefon einen Eindruck vom Fahrer verschaffen oder andere über die geplante Fahrt informieren und das Kennzeichen durchgeben, eventuell sogar Kontrollanrufe vereinbaren.

Einige Anbieter kommen auch dem Sicherheitsbedürfnis von Frauen nach. Sie bieten die Möglichkeit, Fahrten einzutragen, bei denen nur Frauen im PKW sind. Männern werden diese Fahrten gar nicht erst angezeigt.

Mitfahrgelegenheit: die Vorteile, ein Auto zu teilen
Die Mitfahrgelegenheit ist mehr als nur eine Möglichkeit, günstig von A nach B zu kommen. Neben den spontanen Fahrgemeinschaften, die entstehen, tut man auch noch etwas für die Umwelt.

Denn jährlich werden weltweit 5.000.000.000 Tonnen CO2 durch 1.000.000.000 PKW ausgestoßen – davon die meisten in Europa. Und in rund 80 Prozent der Fälle sitzt ein einzelner Fahrer im Fahrzeug. Mitfahrgelegenheiten haben aber auch einen wirtschaftlichen Effekt: 47 Milliarden Euro werden allein in Deutschland jährlich für Kraftstoff ausgegeben. Schon ein einzelner Mitfahrer, der nicht selber mit dem Auto fährt, halbiert die Belastungen für den Fahrer und die Umwelt.

Durch die Mitfahrgelegenheit kann man seinen Teil dazu beitragen, die Emission zu reduzieren – und dabei auch noch Geld sparen. So haben Mitfahrgelegenheiten bereits dafür gesorgt, dass die Umweltbelastung minimiert wird: Mehrere Millionen Menschen nutzen monatlich diese Art der Fortbewegung, wodurch allein innerhalb eines Jahres 630.000 Tonnen CO2 und 24.000.000 Liter Benzin eingespart werden können.

Unsere Partner
Partnerlogo_flinc

flinc gibt es seit 2010. Im Gegensatz zu anderen Mitfahrzentralen braucht man sich hier bei den Abholpunkten nicht abzusprechen - die Abholung erfolgt adressgenau. Zusätzliches Vertrauen schafft das integrierte soziale Netzwerk, innerhalb dessen die Mitglieder miteinander kommunizieren und Bewertungen abgeben können.

BlaBlaCar_rechteSpalte

Bereits 2006 ging BlaBlaCar an den Markt. Mitglieder können Profile erstellen, in denen alle relevanten Informationen für Mitreisende hinterlegt sind - von der Gesprächsfreudigkeit bis zum Musikgeschmack. Das Unternehmen hat 25 Millionen Mitglieder weltweit und dadurch in den letzten beiden Jahren 1.000.000 Tonnen CO2 gespart.

Vor- und Nachteile
  • Individuelle Reiseverbindungen
  • Günstigere Fahrmöglichkeit für Fahrer und Mitfahrende
  • Große Flexibilität
  • Umweltfreundlicher als Einzelfahrten
  • Soziale Kontakte
  • Straßenverkehrsrisiko
  • Das Einlassen auf fremde Fahrer und Fahrstile
INFOGRAFIK

Alle Fakten zum Mitfahren

Infografik öffnen

Hier punktet die Mitfahrgelegenheit

  1. Flexibel unterwegs - auch in entlegenen Gegenden

    Die Familie wohnt auf dem Land und es steht wieder ein Besuch an. Der letzte IC stoppt bereits 40 Kilometer vor dem Ziel und der Bus fährt alle 30 Minuten. Da lohnt es sich nachzusehen, ob nicht noch jemand aus deiner Gegend kommt und dich vom Bahnhof aus mitnehmen kann - oder gleich von deinem Startpunkt aus.

  2. Rock und Räder

    Man kennt das - Rock am Ring hat ein fantastisches Line-up, aber ohne Auto ist kaum ein Hinkommen. Abgesehen davon, dass man Zelte und Verpflegung mitbringen muss. Glücklicherweise pilgern Tausende andere auch zum Rockfestival - da findet sich garantiert jemand, der dich mitnimmt.

  3. Kollektive Arbeitswege

    Wer wegen der Arbeit pendeln muss, teilt nicht nur mit vielen anderen Deutschen ein Schicksal, sondern am besten auch sein Auto. Solche Langzeitfahrgemeinschaften sparen im Laufe des Jahres nicht nur deutlich Geld, sondern pflegen auch Sozialkontakte.

Diese Themen könnten dich auch interessieren
Seite teilen Seite
teilen
Vorsicht! Sie nutzen einen alten Browser!
Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser um diese Seite anzuzeigen.