Autos bei Bedarf

Verkehrsmittel carsharing

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Wenn du auch ohne eigenes Auto flexibel mobil sein willst, dann wäre vielleicht Carsharing etwas für dich. Wie der Name schon sagt, teilst du dir beim Carsharing ein Auto mit mehreren Nutzern. Das Auto wird dir dabei von einem Anbieter gegen eine Gebühr zur Verfügung gestellt. Über die Website des Carsharing-Anbieters oder direkt bei Qixxit kannst du sehen, ob ein Auto in deiner Nähe verfügbar ist, und es dann auch für dich buchen.

Um Carsharing nutzen zu können, schließt du einmalig einen Vertrag mit dem Anbieter ab. Daraufhin erhältst du elektronischen Zugang zu den Autos, zum Beispiel in Form einer elektronischen Karte. Mit ihr kannst du nach der Reservierung das Auto nutzen. Reservierungen kannst du entweder online, via App oder telefonisch über die Zentrale des Anbieters vornehmen. Dies muss mindestens 15 Minuten vor Beginn der Fahrt erfolgt sein. Spontane Mieten, bei denen der Nutzer einfach in ein bereitstehendes Auto einsteigt, werden aber immer beliebter und die verschiedenen Anbieter fangen auch an, sich auf diese Nachfrage einzustellen.

Je nach Anbieter musst du die Autos für mindestens eine halbe oder eine ganze Stunde mieten, aber eine Höchstmietdauer gibt es meist nicht. Allerdings wäre es gut, wenn du vor Fahrtantritt abschätzen könntest, wie lange du fahren willst. So kann die jeweilige Carsharing-Zentrale die Mieten besser planen und garantieren, dass das Auto für den nächsten Kunden pünktlich zur Verfügung steht. Falls du doch länger unterwegs sein willst und rechtzeitig Bescheid gibst, lässt sich deine Miete meist problemlos verlängern.

Im Unterschied zum Mietwagen ist die Miete beim geteilten Auto weitaus flexibler. Durch die Mietstationen beziehungsweise die Verteilung der Autos auf öffentlichen Parkplätzen kann der Kunde räumlich flexibler mieten und muss sich auch nicht nach den Öffnungszeiten des Anbieters richten. Darüber hinaus muss er nicht bei jeder Miete einen neuen Vertrag abschließen.

Wer nutzt Carsharing?
Carsharing-Angebote finden sich vor allem in Ballungsgebieten wie Berlin, Hamburg und dem Ruhrgebiet. Interessanterweise scheint der Süden der Republik besser mit Fahrzeugen versorgt zu sein als der Norden. Dass dieses Verkehrsmittel gerne angenommen wird, zeigt die Tatsache, dass 2015 die Zahl der angemeldeten Nutzer erstmals das Angebot an Carsharing-Fahrzeugen überstieg. Dafür hat anscheinend das gerade im Wachstum begriffene Angebot der Freien Flotten (Free Floating) gesorgt. Insgesamt stehen etwa 15.000 Fahrzeuge zur Verfügung

Derzeit gibt es zwei Mietmodelle auf dem Markt: Das klassische Modell sieht vor, dass das Auto immer auf einem bestimmten Parkplatz steht, wenn es nicht genutzt wird. Das bedeutet, dass man es nach der erledigten Fahrt wieder zurück an die feste Mietstation fahren muss.

Beim sogenannten Free Floating ist es egal, wo der Nutzer den Wagen abstellt. Er kann zu einem beliebigen Punkt innerhalb des Geschäftsgebiets fahren und dort die Miete beenden. Es ist somit die flexiblere Carsharing-Variante.

Sinnvoll ist das Carsharing vor allem für diejenigen, die weniger als 10.000 Kilometer im Jahr Auto fahren und nicht regelmäßig einen Wagen brauchen. Aber auch für diejenigen, die etwas transportieren müssen, wie beispielsweise Möbel oder schweres Gepäck, bietet sich Carsharing an. Darüber hinaus ist die Entscheidung oft auch eine Budgetfrage: Da Kosten wie Versicherungen, Reparatur und Anschaffung wegfallen, ist das Carsharing meist günstiger als ein privater, wenig genutzter PKW. Auch ein Mietwagen ist häufig teurer, solange man keine Nutzung über mehrere Tage plant.

Kunden, die Carsharing nutzen, sind oft flexibel, wenn es um die Nutzung anderer Verkehrsmittel geht. Sie kombinieren Carsharing mit öffentlichen Verkehrsmitteln, daher findet man Carsharing-Stationen oft an Knotenpunkten wie Flughäfen und Bahnstationen. So stehen immer Autos zur Verfügung, mit denen du deine Reise fortsetzen kannst. Das ist vor allem dann komfortabel, wenn das Ziel weiter außerhalb liegt und mit dem ÖPNV schlecht zu erreichen ist.

Zur eigenen Absicherung musst du bei den meisten Carsharing-Anbietern ein Mindestalter beziehungsweise eine Mindestzeit seit Erhalt des Führerscheins haben. Wenn du mit 18 den Führerschein gemacht hast, dann darfst du ab einem Alter von 20 bis 25 Jahren ein Auto mieten (abhängig vom Anbieter). Grund dafür ist die versicherungsstatistisch errechnete höhere Unfallgefahr bei sehr jungen Fahrern.

Eine generelle Aussage über die Kosten lässt sich kaum machen, weil die Anbieter das sehr unterschiedlich regeln. In die Kosten fließt außerdem noch ein, ob es sich um ein Free-Floating- oder ein stationäres Angebot handelt: Free Floating wird pro Minute abgerechnet, stationär hingegen pro Stunde und gefahrenen Kilometer. Die Kosten für Minuten und Kilometer liegen meist bei 20 bis 30 Cent.

Unsere Partner
Partnerlogos_Flinkster

Flinkster ist der Carsharing-Anbieter der Deutschen Bahn und besitzt 55 Prozent Marktanteil in Deutschland. Damit ist Flinkster deutscher Marktführer auf dem Gebiet. Er unterhält 800 Stationen, an denen stundenweise die verschiedensten Fahrzeugmodelle gemietet werden können, wie beispielsweise Mini-Klasse-Wagen, Kompakt-Autos, aber auch 5er BMWs oder die Mercedes-Benz E-Klasse.

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car2go ist das Carsharing-Angebot des Automobilherstellers Daimler. Das Besondere an der Flotte ist, dass man die Wagen nicht an festgelegten Punkten abholen oder zurückgeben muss. Eine App zeigt, wo das nächstgelegene Fahrzeug abgestellt ist. Die Kleinstwagen sind zum Teil elektrisch angetrieben, was diesen Anbieter sehr umweltfreundlich macht.

Vor- und Nachteile
  • Jederzeit mietbar
  • Minutengenaue Abrechnung
  • Einfache Miete ohne Formalitäten
  • Kurze Mietzeiten möglich
  • Keine hohen Anschaffungs- und Wartungskosten
  • Noch nicht flächendeckend verfügbar
  • Vorab festgelegte Mietdauer
  • In ländlichen Gebieten meist keine Ausleihstationen
INFOGRAFIK

Alle Fakten zum Carsharing

Infografik öffnen

Hier punktet Carsharing

  1. Brücke bei ÖPNV-Lücken

    Gerade in ländlichen Gebieten ist die ÖPNV-Anbindung oft spärlich. Außerdem fahren die Verkehrsmittel oft mit einer Taktung, die lange Wartezeiten bedingt. Mit Carsharing erreichst du dein Ziel meist viel schneller und unkomplizierter.

  2. Komfortables Reiseende

    Selbst an einem Flughafen wartet man abends schon einmal etwas länger, um zum Beispiel die S-Bahn zu nehmen. Ein Taxi kommt aber wegen der hohen Kosten auch nur selten infrage. Die günstigste und schnellste Lösung ist daher eine One-Way-Miete via Carsharing.

  3. Das Auto als Transporter

    Manchmal muss man etwas Schweres von A nach B transportieren. Via Carsharing kann man für kurze Zeit einen Wagen für den Transport mieten und ihn wieder abstellen.

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