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Smartphones als Helfer bei der Parkplatzsuche

Veröffentlicht am 18.01.2016 um 16:26 in Smart unterwegs von qixxit

Der unerfreulichste Aspekt beim Autofahren in der Großstadt ist die Suche nach einem Parkplatz: Durchschnittlich dauert eine Parkplatzsuche in Deutschland knapp 10 Minuten (laut Umfrage von Apcoa Parking). In Innenstädten sind dadurch etwa 30 Prozent der Fahrer auf der Suche nach einem geeigneten Platz zum Abstellen ihres Fahrzeugs.

Die in mancher Hinsicht beste Lösung dieses Problems besteht darin, mehr Parkraum zu schaffen. Das ist in den meisten Städten aber kaum möglich. Denn bereits jetzt belegen in manchen Großstädten Parkplätze bereits 40 Prozent der gesamten Verkehrsfläche.

Daher geht es hauptsächlich darum, die vorhandenen Parkplätze möglichst sinnvoll zu nutzen. Und dabei können Smartphones sehr hilfreich sein. Wir haben für euch drei Smartphone-Apps getestet, die mit unterschiedlichen Ansätzen versuchen, die Parkplatzmisere in den Griff zu bekommen.

ParkTag: Parkplatzvorhersage für die Straße

Die App ParkTag verrät euch, wo sich freie Parkplätze befinden - oder aber Parkplätze, die in naher Zukunft frei werden. Das Prinzip, dass dahintersteckt, bezeichnet der App-Hersteller als "Social Parking". Denn die Meldungen über freie Parkplätze stammen von anderen Anwendern dieser App.

01_ParkTag_Vorhersage
Die App ParkTag weiß nicht nur, wo sich jetzt gerade freie Parkplätze befinden, sondern auch, wo in den nächsten Minuten Parkplätze frei werden.

Die Bedienung ist denkbar einfach: Ihr startet die App und sie zeigt euch freie Parkplätze in der Umgebung an - oder in der Nähe eines Ortes, den ihr auf der Straßenkarte auswählt. Graue Punkte markieren dabei Parkplätze, die bereits jetzt frei sind. Grüne Punkte dagegen solche Parkplätze, die in naher Zukunft frei werden. Nachdem ihr einen der Parkplätze ausgewählt habt, zeigt euch die App darüber hinaus die beste Strecke dorthin.

Damit das Ganze keine Einbahnstraße bleibt, solltet ihr die App im Hintergrund laufen lassen. Denn dann erkennt sie automatisch, wann ihr parkt und wann ihr bald wieder losfahrt. Diese Informationen stellt die App dann den anderen ParkTag-Anwendern zur Verfügung. Der Hersteller verspricht, dass eure Bewegungsdaten dabei jedoch anonym bleiben.

Die App funktioniert naturgemäß umso besser, je mehr Anwender sie hat. In Berlin, Hamburg und München ist die Zahl der angezeigten Parkplätze bereits recht hoch. (In Berlin zeigt die App nach Angaben von ParkTag täglich 30.000 freie Parkplätze an.) Diese Parkplätze befinden sich großenteils im Innenstadtbereich. Parkplätze weiter draußen sind seltener.

03_ParkTag_Lernphase
Damit die App eure Fahrten erfassen kann, müsst ihr sie erst einmal trainieren. Das ist jedoch nicht besonders aufwendig.

Ebenfalls nutzen lässt sich die App bereits in Frankfurt, Stuttgart, Köln und Düsseldorf. Und nach Angaben des Herstellers bald auch in Bonn. Hinzu kommen etliche Städte im Ausland, darunter Wien, Amsterdam und Oslo.

Es kann natürlich passieren, dass ein Parkplatz schon wieder besetzt ist wenn ihr ankommt, weil ihn euch ein anderer Autofahrer weggeschnappt hat. Um das zu verhindern, plant der App-Hersteller für zukünftige Versionen eine Funktion, die es ermöglicht, dass ein ParkTag-Anwender seinen Parkplatz direkt an einen anderen Anwender übergibt.

ParkTag für iOS

ParkTag für Android

ParkU: Zugang per Smartphone

Die App ParkU hilft euch dabei, kostenpflichtige Parkplätze zu finden. Dabei kennt sie zwar relativ viele Parkhäuser und -plätze, aber längst nicht alle - sondern lediglich diejenigen, die bei ParkU angemeldet sind. Bislang sind ParkU-Stellplätze in Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf, Essen und Nürnberg verfügbar sowie in einigen ausländischen Städten wie Wien, Amsterdam und Zürich.

Die App berücksichtigt entweder die Parkplätze in eurer gegenwärtigen Umgebung - oder aber in der Umgebung eines ausgewählten Ortes. Die Mindestparkdauer beträgt 30 Minuten. Wenn ihr einen der Parkplätze antippt, erfahrt ihr den Preis für die angegebene Parkdauer. Und könnt euch auch weitere Details über den Parkplatz anzeigen lassen, beispielsweise ob er überdacht ist, für welche Fahrzeuglänge er sich eignet und was es beim Anmelden oder Abmelden zu beachten gibt. Meist ist praktischerweise auch ein Foto der Einfahrt vorhanden.

Ihr könnt gleich aus der App heraus den Parkplatz reservieren lassen und zwar bis zu 30 Tage im Voraus. Zugang zum Parkplatz erhaltet ihr in der Regel dadurch, dass ihr mit der Kamera eures Smartphones einen QR-Code an der Einfahrt einscannt. Auch das Bezahlen über die App ist naheliegenderweise möglich, wahlweise per Kreditkarte oder per PayPal. Nach dem Buchen bekommt ihr Navigationshinweise zum Parkplatz angezeigt.

Teil der vielbeschworenen Sharing-Economy ist ParkU deshalb, weil es über das Unternehmen möglich ist, auch selbst Parkplätze anzubieten - beispielsweise private Parkplätze oder aber Kundenparkplätze, die außerhalb der Öffnungszeiten ungenutzt bleiben. Die Höhe der Parkgebühr darf der Parkplatzbesitzer dabei selbst festlegen. Das Unternehmen ParkU kassiert eine Provision (für private Anbieter in Höhe eines Drittels der Gebühr).

ParkU für iOS

ParkU für Android

04_ParkU_Parkplatzanzeige
Die App ParkU ist euch dabei behilflich, kostenpflichtige Parkplätze zu finden. Wenn ihr möchtet, könnt ihr gleich aus der App heraus die Plätze reservieren und bezahlen.

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Ihr erhaltet alle wichtigen Details über den Parkplatz angezeigt, meist einschließlich eines Fotos der Einfahrt.

06_ParkU_international
ParkU-Parkplätze sind auch in einigen ausländischen Städten wie Wien, Amsterdam und Zürich verfügbar.

Ampido: Garageneinfahrten teilen

Auch die App Ampido zeigt euch freie Parkplätze an - in der Nähe eures gegenwärtigen Aufenthaltsortes oder aber in der Nähe eines ausgewählten Ortes. Die App berücksichtigt dabei einerseits kommerzielle Parkhäuser und -plätze, andererseits aber auch private Stellflächen.

Denn über das Unternehmen Ampido könnt ihr euren privaten Parkplatz oder eure Garageneinfahrt stundenweise vermieten. So dass der Parkplatz Geld einbringt, wenn ihr ihn nicht benötigt, ansonsten aber weiterhin euch selbst zur Verfügung steht. Wie hoch die Parkgebühren sind, das entscheidet ihr selbst. 30 Prozent der Gebühren bleiben als Provision bei Ampido. Ihr könnt euren Parkplatz direkt aus der App heraus anmelden und später dann auch die Buchungen prüfen.

Momentan ist das Angebot an privaten Parkplätzen noch eher überschaubar. Der Anbieter spricht von 11.000 Parkplätzen in über 150 Städten (darunter Köln, München, Berlin, Paris und Amsterdam). Im Praxistest waren in Köln (der Heimatstadt des Anbieters) schon relativ viele private Parkplätze zu finden, in München und Berlin dagegen deutlich weniger.

Die gefundenen Parkplätze zeigt die App in einer Liste an, auf Wunsch auch auf einer Straßenkarte. Ihr könnt Details wie Preise, Öffnungszeiten und eine Beschreibung des Parkplatzes abrufen, oft auch mit Fotos. Navigationshinweise gibt's natürlich ebenfalls. Reservieren lassen sich die privaten Parkplätze (und auch einige kommerzielle Plätze) bis zu 30 Tage im Voraus. Die Mindestparkdauer beträgt freundliche 15 Minuten.

Ampido für iOS

Ampido für Android

07_Ampido_Parkplatzanzeige
Die Ampido-App vermittelt kostenpflichtige Privatparkplätze, listet aber auch kommerzielle Parkplätze auf.

08_Ampido_Parkplatzanzeige_Koeln
Vor allem in Köln (der Ampido-Heimatstadt) lassen sich bereits relativ viele private Parkplätze finden.

09_Ampido_Parkplatz-anbieten
Ihr könnt aus der App heraus euren eigenen Parkplatz zum Vermieten anmelden und später dann die Buchungen prüfen.

Fazit

Die drei vorgestellten Apps sind keine direkten Konkurrenten. ParkTag konzentriert sich darauf, kostenlose Parkplätze anzuzeigen. ParkU dagegen legt den Schwerpunkt auf das Finden und komfortable Nutzen kostenpflichtiger Parkplätze - und erlaubt es quasi nebenbei auch privaten Anwendern, ihre Parkplätze zu vermieten. Den umgekehrten Weg geht Ampido: Dieser Dienst widmet sich hauptsächlich dem Vermitteln von kostenpflichtigen Privatparkplätzen, listet aber der Bequemlichkeit halber und des größeren Angebots wegen auch kommerzielle Parkplätze auf.

Alle diese Apps erleichtern tatsächlich das Suchen von Parkplätzen. Das schont nicht nur die Nerven der Autofahrer, sondern auch die Umwelt. Wie nützlich die einzelnen Apps konkret sind, das hängt aber auch davon ab, in welcher Stadt ihr sie verwendet.

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