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Privates Carsharing im Test

Veröffentlicht am 27.07.2015 um 21:27 in Smart unterwegs von qixxit

Teilen ist in aller Munde. Seit dem Aufkommen der sogenannten Sharing Economy teilen sich fremde Menschen verschiedenste Ressourcen zu ihrem gemeinsamen Nutzen. Beim privaten Carsharing bieten nun PKW-Besitzer ihre Autos anderen Nutzern gegen ein Entgelt zur Benutzung an.

Die unmittelbaren Vorteile liegen auf der Hand: Das ansonsten ungenutzte Fahrzeug bringt etwas Geld ein, um die laufenden Kosten zu senken. Der Mieter wiederum profitiert von deutlich preiswerteren Konditionen und kann im besten Fall sein Fahrzeug direkt in der Nachbarschaft ausleihen. Dass das Ganze auch Schwierigkeiten birgt, dürfte jeder wissen, der einmal sein Auto verleihen wollte. Viele haben Bauchschmerzen wegen ungeklärter Fragen im Schadensfall.

Neben der eigentlichen Vermittlung besteht daher eine wesentliche Aufgabe des Dienstleisters darin, diese Unsicherheiten nach Möglichkeit auszuräumen. Dies geschieht, indem das Vermittlungsportal die vertraglichen Aspekte zwischen den Parteien klar regelt sowie ein eindeutig auf diesen Zweck ausgerichtetes Versicherungspaket bereithält.

Um nun mehr über die Praxis zu erfahren, haben wir für euch den aktuell größten Anbieter Drivy getestet. Und so sind wir an unser Auto gekommen:

Unsere Erfahrung mit Drivy

Drivy-App Screenshots
Screenshots aus der Drivy-App: Fahrzeugsuche, Fahrzeugdetails, Mietanfrage

  • Zur Registrierung solltet ihr die Brieftasche bereithalten, denn hier braucht es genaue Daten, nicht nur zum Führerschein.
  • Die Fahrzeugsuche ist selbsterklärend, eure Wunschautos müsst ihr je beim Vermieter anfragen.
  • Erhaltet ihr ein Ja, wird direkt gebucht und sofort mit Kreditkarte oder Paypal bezahlt.
  • Danach verabredet ihr die Übergabe, z.B. mit der in der Drivy-App eingebauten Chat-Funktion.
  • Zur Übergabe wird es dann schriftlich: der Vermieter bringt den ausgedruckten Vertrag mit, der gleichzeitig als Zustandsprotokoll dient.
  • Gebt dann am Ende das Auto wie mit dem Vermieter besprochen aufgetankt zurück.

Noch wichtig zu wissen ist:

  • Die Selbstbeteiligung beträgt maximal 1600 EUR, kann aber weiter gesenkt werden.
  • Der Vermieter selbst legt Preis und Mindestalter fest (jedoch nie unter 21 Jahren + 24 Monaten Führerschein).
  • Kurzfristige Stornierungen sind möglich.
  • Ein Drivy Fahrzeug niemals zu gewerblichen Zwecken anmieten!
  • Es dürfen mehrere Personen den Wagen steuern, wenn diese bei Mietbeginn angegeben werden.

Unser Fazit lautet wie folgt:

Privates Carsharing, wie hier am Beispiel von Drivy getestet, funktioniert. Der Natur der Sache gemäß ist die Ausleihe jedoch ein komplexer Vorgang, der bei wiederholtem Mieten wohl aber zügig zur Routine werden kann. Zudem ist ein gutes Maß an wechselseitigem Vertrauen dafür nötig. Die Regelung der Formalitäten finden wir angemessen gelöst. Natürlich verbleiben einige ungeklärte Fragen (z.B. Haftung bei einem Motorschaden).

Der finanzielle Anreiz ist bei dieser Form des Carsharings wohl ausschlaggebend ? für beide Seiten. Grob geschätzt dürften die Einsparungen in einer Spanne von 40 bis 80 Prozent gegenüber der klassischen Autovermietung liegen. Wir denken, dass sich privates Carsharing über kurz oder lang als Mobilitätsoption fest etablieren wird. Vermutlich wird es zunächst auf städtische Ballungsräume beschränkt bleiben. Gut denkbar, dass private Carsharing-Vermittler dabei helfen können, längerfristige, vertrauensvolle Beziehungen zwischen Mietern und Vermietern entstehen zu lassen. Eine Liste der größeren Anbieter findet ihr am Ende unseres Carsharing Atlas-Beitrags.

PS: Für unseren zeitgemäß ausgestatteten Kleinwagen haben wir übrigens 42,20 EUR bezahlt. Darin enthalten waren die Tagesmiete, 120 km Fahrleistung sowie die 5 EUR Gebühr zu Absenkung der Selbstbeteiligung. Tanken mussten wir natürlich selbst.

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