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Qixxit diskutiert auf dem Future Mobility Camp

Veröffentlicht am 11.11.2013 um 14:38 in Neues von Qixxit von db_ksc

160 Experten aus Deutschland und Europa diskutierten auf dem EUREF-Campus in den beiden Themenblöcken Infrastrukturpolitik und Infrastrukturfinanzierung sowie Daten und Mobilität wie man aktuelle Herausforderungen für Verkehr und Mobilität in den Griff bekommen kann. Die Veranstalter Martin Randelhoff und Valentin Jahn versprachen eine Mischung aus klassischer Konferenz und Barcamp, die das Beste aus beiden Welten kombinieren sollte.

Uns interessierte besonders das Thema ?Fahrgastinformationen im 21. Jahrhundert?.  Im Rahmen eines Impulsreferats stellten wir den Status Quo und die Ausbaupläne für Qixxit vor. Anschließend wurde noch in einem Workshop diskutiert.

Fahrgäste oder Reisende?

Menschen, die unterwegs sind,  nutzen die unterschiedlichsten Verkehrsmittel: vom  Auto über  Busse, Züge bis zum Fahrrad. Oder sie gehen zu Fuß. Deshalb schlugen wir zu Beginn vor, besser von ?Reisenden? statt von ?Fahrgästen? zu sprechen.

Dem Nutzer soll bei Qixxit eine Tür-zu- Tür Verbindung  für sein aktuelles, individuelles Mobilitätsbedürfnis vorgeschlagen werden. Dieser Herausforderung stellt sich Qixxit nicht nur aus Sicht von Bahnnutzern, sondern  auch aus der Sicht von Autonutzern, Radfahrern und Fußgängern und  Personen die verschiedene Verkehrsmittel miteinander kombinieren. ?Reisendeninformationen? standen und stehen bei der Konzeption von Qixxit im Mittelpunkt.  Deshalb hat Katja Heid, Produkt? und Partnermanagerin von Qixxit, zunächst in einem Impulsreferat den Status Quo für Reisendeninformationen bei Qixxit vorgestellt und gab dann einen kleinen Ausblick auf unsere nächsten Ausbaustufen. Gemeinsam mit den rund 40 Workshop-Teilnehmern wurden schließlich in Arbeitsgruppen noch folgende Fragen rege diskutiert:

Gruppe 1: Was ist die Rolle des Reisenden in der zukünftigen (Reise-)Informationswelt?

Gruppe 2:  Welche Art von Informationen erwarten mobile Reisende/Menschen?

Gruppe 3: Was sind zukünftige (End-)geräte, Plattformen, Technologie für Reiseinformationen?

Gruppe 4: Wer ist der Anbieter zukünftiger intermodaler  Mobilitätsservices?

FMC
Workshop beim Future Mobility Camp FMC Berlin 2013 / Fotograf: Patrick Johannsen

Der Reisende wird vom Konsumenten immer mehr zum Provider von Reiseinformationen, war das Fazit von Gruppe 1. Feedback per E-Mail oder Twitter-Feeds, Logins auf Webseiten und Applikationen könnten genutzt werden, um zu ermitteln, wer tatsächlich wann, wo und wohin fährt. Das hat natürlich besonders für Fahrten, für die kein fester Sitzplatz gebucht werden muss, hohe Relevanz. Auf diese Weise könne die Auslastung besser gesteuert, Störungs- und Staumeldungen sowie Schäden schneller weitergegeben werden. Wer weiß, das andere zum gleichen Zeitpunkt und Ziel fahren, kann ein gemeinsames (günstiges) Ticket mit ihnen kaufen ? oder sich einfach verabreden. Wie viel Privatsphäre und Individualität, so wurde auch gefragt, will der User für die Weitergabe und Bereitstellung von Reiseinformationen aber tatsächlich preisgeben?

Die User von heute erwarten nach der Einschätzung von Gruppe 2 viele Informationen wie z.B. individuelle realistische Umsteigezeiten, Preise und Fahrpläne. Wichtig sei aber, dass die Informationen nach eigenen Wünschen konfiguriert und angepasst werden können. Gebündelt, kontextsensitiv und dynamisch sollen dem Reisenden die Informationen präsentiert werden. Und weil man als User nicht alles eintippen wolle, sei ein selbstlernendes System von Vorteil.

Ob nun Google Glasses, das Samsung Galaxy Gear oder moderne Smartphones: Dass diese Endgeräte in  Zukunft genutzt werden, steht außer Frage, waren sich die Teilnehmer aus Gruppe 3 einig. Wichtig sei aber, so das Fazit, dass sich die Geräte individuell auf die Wünsche der Nutzer anpassen lassen. Endgeräte und Informationsangebot müssten zur Nutzungssituation passen. Auf dem mobil genutzten Smartphone werden andere Informationen als auf dem Computer zuhause angezeigt. Eine Art ?Verkehrs-Siri? könne helfen, zu erkennen, was der User möchte und welche Informationen er erwarte. Bei allen technischen Möglichkeiten dürfe die Usability nicht vergessen werden: ein vernünftiges Verhältnis zwischen aktiver Nachfrage und automatisch gepushten Reiseinformationen müsse dafür sorgen, dass die Reisenden am Ende nicht überfordert werden. 

Wer der Lieferant eines intermodalen Mobilitätsdienstes in Zukunft sein sollte, hänge nach der Einschätzung von Gruppe 4 davon ab, was der Nutzer eigentlich möchte und braucht. So kann es durchaus unterschiedlichste Anbieter in den unterschiedlichsten Angebotsräumen geben. Sind Menschen regional unterwegs, so kommen die Informationen z.B. vom Verbund. Ist man national unterwegs könnte SNCF in Frankreich, in Deutschland Qixxit oder ein Dritter unabhängiger der intermodale Datenlieferant sein. Geht man über die Grenzen hinaus, kommen Google oder Nokia als mögliche Player in Frage. Nicht zuletzt wurde auch die Rolle von NGOs (Nichtregierungsorganisationen) oder von Regierungen diskutiert.

FMC2
Im Gespräch FMC Berlin 2013 / Fotograf: Patrick Johannsen

Unser Fazit: Wir hatten auf dem Future Mobility Camp sehr gute Gespräche ganz unterschiedlicher Art. Grundsätzlich erhielten wir ein sehr positiv gestimmtes Feedback zu Qixxit und glauben daher, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der Workshop hat einen sehr guten Einblick in Erwartungen und Einschätzungen intermodaler Dienste im 21. Jahrhundert aus Sicht verschiedener Akteure und Interessengruppen gegeben. Das ein oder andere Thema  nehmen wir sicherlich im Hinterkopf für die Weiterentwicklung von Qixxit mit. 

Viele Grüße,

Euer Qixxit Team

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