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Qixxit Carsharing Atlas Deutschland

Veröffentlicht am 19.02.2015 um 11:24 in Smart unterwegs von qixxit

Allein aufgrund der großen Vielfalt an Carsharing-Anbietern verlässt so manchen Interessierten vielleicht der Mut, sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Wir haben hier die wichtigsten aktuell verfügbaren Fakten zu den unterschiedlichen Arten des Carsharings und deren Verbreitung in Deutschland zusammengetragen.

Abgrenzung

Zu den entscheidenden Unterschieden zwischen dem populären Carsharing und der klassischen Autovermietung zählen in erster Linie die Flexibilität der Mietzeiträume und die dezentrale Verteilung der Fahrzeuge. Üblicherweise vermieten die großen Mietwagenanbieter (Sixt, Europcar, Herz) ihre Fahrzeuge mindestens auf 24 Stunden. Beim Carsharing hingegen sind Fahrzeugmieten bereits ab 1 Minute möglich. Darüber hinaus stehen die Fahrzeuge dem Carsharing-Nutzer in der Regel an mehreren kleineren Standorten oder gar frei im Geschäftsgebiet verteilt zur Verfügung. Auch beim Mietvorgang bestehen Unterschiede. Muss man bei der Anmietung wie z.B. bei Europcar immer erneut einen schriftlichen Vertrag abschließen, so ist dieser Vorgang beim Carsharing nicht notwendig. Hier genügt die einmalige Registrierung und Unterzeichnung eines Rahmenvertrags beim jeweiligen Anbieter, von welchem der Nutzer dann eine Chipkarte zum Öffnen und Schließen der Fahrzeuge erhält. Die Reservierung oder Anmietung eines Autos erfolgt entweder per Handy-App, über die Internetseite oder direkt am Fahrzeug.

flinkster Carsharing mit festen Mietstationen gibt es in ca. 200 deutschen Städten.

Carsharing Varianten

Aber nicht nur nach außen ist der Begriff des Carsharings abzugrenzen. Auch in sich birgt die kollaborative Mobilität unterschiedliche Ausprägungen. Seinen Ursprung und einen Großteil der heutigen Anbieter findet sich im stationsgebundenen Carsharing. Die Stationen an denen die Fahrzeuge gemietet werden können befinden sich in der Regel innerhalb des jeweiligen Stadtgebietes und müssen an diesen angemietet und auch wieder abgestellt werden.  Zu den Anbietern zählen u.a. Cambio, teilAuto, Greewnheels, Citeecar, Stadtteilauto, book'n'drive, etc. Bestehen deren Fuhrparks größtenteils aus konventionell angetriebenen Fahrzeugen, so haben Anbieter wie beispielsweise Flinkster, Ruhrauto und Stadtmobil an ausgewählten Standorten auch Elektro- und Hybridautos zur Auswahl.

Im Gegensatz hierzu setzen die sogenannten Free-Float Carsharing Angebote auf ein oder wenige miteinander vernetzte Geschäftsgebiete. Innerhalb der vorgegebenen Bereiche können die Fahrzeuge im Rahmen der Straßenverkehrsordnung unter Befreiung der Parkgebühr kostenfrei abgestellt und angemietet werden. Zu den, mutmaßlich des hohen logistischen Aufwands geschuldeten, wenigen Anbietern zählen Multicity, Car2Go, und DriveNow. Als Besonderheit stellt sich hier das ausschließlich in Berlin verfügbare Angebot von Multicity heraus, dessen Fuhrpark alleine aus Elektroautos besteht. Das schafft sonst nur noch Car2Go in Stuttgart, das, neben DriveNow, ansonsten mit wenigen Ausnahmen nur konventionell angetriebene Autos bereithält.

In jüngster Zeit jedoch wird auch das private Carsharing immer beliebter. Hier bieten Privatmenschen ihren eigenen PKW über Onlineplattformen und gegen einen gewissen Obolus anderen Nutzern meist über einen Zeitraum von 24 Stunden zur Miete an. Über die jeweilige Internetseite des Anbieters werden die mietvertraglichen Formalitäten abgewickelt. Zu den Anbietern zählen hier zum Beispiel Drivy, Carzapp und Tamyca. Von Elektroautos über Hybridautos bis zu Benzinern und Diesel-Fahrzeugen findet der Nutzer hier nahezu alles was zwei oder vier Räder hat.

Car2go hat bisher das breiteste Angebot (Anzahl Städte und Fahrzeuge) beim Free-Floating in Deutschland.

Carsharing Kosten

Unterschiede gibt es nicht nur hinsichtlich der Zusammensetzung der Fahrzeugpools sondern auch bei den Nutzungskosten. So erheben stationsgebundene Anbieter neben monatlichen Grundgebühren, einmaligen Anmeldekosten und einer Kaution, zusätzlich Nutzungskosten welche abhängig von der Tages-/Nachtzeit, der Nutzungsdauer und der Fahrstrecke variieren. So bezahlt man beispielsweise im Einsteiger-Tarif von Stadtmobil 40 € Anmeldegebühr (einmalig) und einen monatlichen Grundbetrag in Höhe von 5 Euro. Zusätzlich dazu fallen je nach Tageszeit und Fahrzeugklasse zusätzliche Mietkosten ab 0,50 €/Stunde plus 0,28 €/km an. Für eine 24stündige Miete sind mindestens 25 € zu entrichten.

Neben den anfallenden einmaligen Anmeldegebühren sind bei free-float Anbietern zwar zeit- oder kilometerabhängige Kosten für die Nutzung zu bezahlen, monatliche Grundgebühren fallen in der Regel nicht an. Als kostengünstigster Anbieter erweist sich hierbei Multicity, der neben der einmaligen 9,90 € Anmeldegebühr (inkl. 30 Freiminuten) keine Grundgebühr und mit 0,28 € pro Minute Fahrzeit, beziehungsweise 39 € pro Tag die niedrigsten Nutzungsgebühren erhebt (beschränkte Kilometer im Tagestarif!). Wichtig: Tanken/Aufladen ist meist im Preis verrechnet.

Beim privaten Carsharing sind Preise oder Gebühren nur schwer zu beziffern, da die Mietpreise  von den privaten Anbietern individuell und je nach Fahrzeugart und -alter festgelegt wird. Realistisch bewegen sich die Preise in einem Fenster von 20 € bis 250 € pro Tag.

Multicity gibt es derzeit nur in Berlin, ist dort aber die bedeutendste rein elektrische Flotte.

Carsharing Atlas Deutschland 2015

Wie die Karte ganz oben zeigt, hat der Nutzer in Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln und München ob der Vielzahl an Carsharing-Angeboten die Qual der Wahl. Auch im dicht besiedelten Ruhrgebiet findet sich eine Vielzahl an Anbietern. Zu beobachten ist, dass sich gerade die free-floating Anbieter in Städten mit Einwohnerzahlen jenseits der 500.000er Marke angesiedelt haben, wohingegen sich die stationsgebundenen Flotten in deutlich höherer Anzahl über Deutschland verteilen.

Fazit

Wie eingangs erwähnt, ist die Fülle an Carsharing-Angeboten immens und lässt sich kaum überblicken. Zudem kommen immer wieder neue Anbieter hinzu. Falls ihr momentan überlegt, ein Carsharing-Angebot nutzen zu wollen, so bieten sich bei der Auswahl eines passenden Anbieters die Nähe zum Wohnort, die Nutzungshäufigkeit und der primäre Nutzungszweck als nützliche Entscheidungskriterien an.

Euch fehlt hier was? Dann twittert uns @qixxit!

Erklärvideos: Flinkster, Car2go

Linkliste Free-Floating

Multicity - https://www.multicity-carsharing.de

Car2Go - https://www.car2go.com

DriveNow - https://de.drive-now.com

JoeCar - www.joecar.de

Linkliste Stationsgebunden

Flinkster - https://www.flinkster.de

Book-n-drive - https://www.book-n-drive.de

TeilAuto - www.teilauto.net

Greenwheels - https://www.greenwheels.com/de

Citeecar - https://www.citeecar.com 

Cambio - www.cambio-carsharing.de 

Einfachmobil - www.einfach-mobil.de

Ruhrauto - www.ruhrautoe.de

Quicar - www.quicar.de 

Stadtteilauto - www.stadtteilauto.com

Scouter - https://scouter.de

Linkliste Privates Carsharing (nicht im Atlas)

Drivy - https://www.drivy.de

Car2share - http://car2share.com

SnappCar - https://www.snappcar.de

Tamyca - https://www.tamyca.de

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