Fahrrad-on-Demand

Verkehrsmittel Bikesharing

Berlin, Köln, Dortmund oder München: In den meisten größeren Städten sind sie schon nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken: die Mietfahrräder verschiedener Anbieter, die Reisenden bei Bedarf zur Verfügung stehen. An den zentralen Verkehrsknotenpunkten, zum Beispiel am Bahnhof oder ZOB, findet man die Ausleihstationen der Unternehmen, Kommunen oder Kommunalverbände schnell.

Fahrradstationen sind meist zur Selbstbedienung. Die Ausleihe und Rückgabe der Mieträder erfolgt an zentralen gesicherten Stellplätzen. Häufig geschieht dies mit Hilfe elektronischer Kundenkarten, die den Nutzer identifizieren. Kleinere Ausflüge unter 30 Minuten sind oft kostenlos, die weitere Nutzung wird über die Kundenkarte abgerechnet. Nach der einmaligen Registrierung per Website oder App des Anbieters kannst du dir jederzeit ein Rad ausleihen. Die Mieträder findest du an jedem größeren Bahnhof und oft auch an anderen zentralen Knotenpunkten.

Jeder Anbieter ist natürlich anders, aber meist rufst du die Servicenummer an, die du auf dem Rad findest. Sofern deine Nummer hinterlegt ist, wird sie erkannt, du erhältst eine PIN und kannst das Rad damit aufschließen. Dann heißt es losradeln und Zeit, Geld und Emissionen sparen. Um die Ausleihe zu beenden, musst du entweder das Fahrrad an eine der Stationen anschließen oder es zum Beispiel an einer Kreuzung stehen lassen – check einfach, wie der entsprechende Anbieter das regelt. Das Gleiche gilt für Fahrtpausen, einige Anbieter erlauben ein erneutes Aufschließen mit der gleichen PIN, andere vergeben für jedes Aufschließen eine neue. Auch Hotels sehen in Mietfahrrädern einen Mehrwertservice für ihre Gäste. Für die Städte sind die Mietstationen ein Vorteil, die meist überlastete Verkehrssituation zu entspannen und die Luft in der Stadt sauberer zu halten.

Radfahren, weltweit ein Trend
Nach Jahren der fortschreitenden Motorisierung ist seit Neuestem ein gegenläufiger Trend zu beobachten. Gerade die Metropolen sind verkehrstechnisch meist hoffnungslos überlastet und die Einwohner leiden unter den Abgasen und Feinstaub. So hat sich, gerade im urbanen Raum, das Radfahren zu einem echten Trend entwickelt.

Um in den Städten mobiler zu sein, gewinnt somit auch Bikesharing an Bedeutung. Außer Pendlern und Touristen treten auch Geschäftsreisende unterwegs in geliehene Pedale. Der Trend zum Leihrad begann 1965 in den bekanntermaßen fahrradfreundlichen Niederlanden. Amsterdam machte sich mit seinen Weißen Fahrrädern zum Trendsetter. Heute findet man weltweit in fast jeder großen Stadt eine Leihstation, zum Beispiel warten in München 1.200 Leihräder auf Radfahrer. Es ist anzunehmen, dass sich Mieträder weiter durchsetzen und auch bald in ländlicheren Gebieten Mietradstationen zu finden sein werden.

In London kommt man mit dem PKW seit Jahren kaum voran, selbst eine Maut für den Stadtbereich brachte keine Entlastung. Mit Mieträdern änderte sich die Situation, es wurden Radwege ausgebaut und somit lockte man immer mehr Londoner aus dem Auto aufs Fahrrad. Die Zahl der PKW hat sich bis 2014 auf 64.000 halbiert. In der gleichen Zeit hat sich die Zahl der Radfahrer auf 36.000 verdreifacht. Es ist davon auszugehen, dass bald mehr Fahrräder als Kraftwagen auf den Straßen Londons unterwegs sein werden. Neben dem tatsächlichen Zuwachs an Mobilität ist die Verbesserung der Luftqualität eine erfreuliche Entwicklung.

In Deutschland hoffen verschiedene Kommunen in Ballungsgebieten auf einen ähnlichen Effekt. So beteiligen sie sich finanziell an den Bikesharing-Angeboten, etwa bei “Call a Bike” in München, Berlin oder Frankfurt am Main, bei “nextbike” in Leipzig, bei “metropolradruhr” in Bochum, bei “StadtRAD” in Hamburg oder bei “Konrad” in Kassel. In Deutschland gibt es etwa 12.500 Leihräder. Deutschland liegt damit auf Platz sechs. Allerdings hat fast jeder Deutsche ein eigenes Rad. Weltmeister im Radleihen sind die Chinesen mit fast 80.000 Leihrädern.

Unsere Partner
Partnerlogos_StadtradLueneburg

Seit 2013 gibt es das StadtRAD Lüneburg. An sieben Stationen, die über das ganze Stadtgebiet verteilt sind, kann man spontan ein Rad ausleihen und vor allem rund um die Uni mobil sein.

Partnerlogo_StadtRAD_Hamburg

Ist mit über 2 Millionen Nutzungen pro Jahr das am stärksten genutzte Leihfahrradsystem Deutschlands. Seit 2009 hat StadtRAD Hamburg es auf eine Flotte von rund 1800 Rädern an 148 Leihstationen gebracht - so kann man Hamburg ganz leicht erfahren.

Partnerlogos_Konrad

Nach einer einmaligen Anmeldung bei Konrad kann man sofort ein Fahrrad mieten und durch Kassel radeln - eine flexible und vor allem günstige Alternative zu anderen Verkehrsmitteln. Es stehen an 56 Stationen 500 Fahrräder zur Verfügung, die man auch an jeder Station wieder zurückgeben kann.

Call a Bike_neu

Der ADAC hat 15 Fahrradverleihsysteme in 50 deutschen Städten verglichen und Call a Bike zum Sieger ernannt. Die Tochter der DB Rent betreibt dieses Fahrradleihsystem mit über 8500 Rädern für 700.000 Teilnehmer in vielen Städten. Dabei stehen den Mietern verschiedene Tarifsysteme offen. Call a Bike betreibt auch unter anderem die StadtRAD-Mietstationen.

Vor- und Nachteile
  • Jederzeit verfügbar
  • Kostengünstig
  • Umweltschonend
  • Größte Mobilität im Innenstadtbereich
  • Wetterabhängig

Für die Fahrrad-Routenplanung arbeiten wir mit unserem Partner Naviki zusammen. Dadurch können wir dir die idealen Verbindungen mit dem Fahrrad anzeigen und dich zum Ziel navigieren. Und hierbei ist es egal, ob du mit deinem eigenen Fahrrad fährst oder mit einem Mietrad.

INFOGRAFIK

Alle Fakten zum Bikesharing

Infografik öffnen

Hier punktet das Bikesharing

  1. Auf Reisen die Stadt auf eigene Faust erkunden

    Du hast etwas Zeit in einer anderen Stadt? Dann erkunde sie doch per Fahrrad. So kannst du dir in kürzester Zeit einen Eindruck von der Stadt machen und die Wahrzeichen mit eigenen Augen sehen.

  2. Von der Party in der Nachbarstadt nach Hause

    Lange feiern ist ja schön, aber das Nachhausekommen ist meist nicht so einfach. Züge fahren ja oft die ganze Nacht, aber vom Bahnhof aus wird es manchmal schwierig. Wenn du noch nüchtern genug bist, schwing dich einfach aufs Rad!

  3. Wenn die Verbindung im ÖPNV nicht so gut ist

    Wenn du über C und D musst, um von A nach B zu kommen, gehts vielleicht mit dem Rad am schnellsten. Neben der Umwelt schonst du auch deine Nerven.

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